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Auszug aus Rundbrief Nr. 6

Mai 2000


INHALT


Clean Clothes-Kampagene


 
ADIDAS – DIE (ENT)TÄUSCHUNG

Nach einer Phase eines intensiven und scheinbar konstruktiven Dialogs zwischen der Unternehmensleitung und der Clean Clothes-Kampagne kam nun die Ernüchterung. Der Konzern ist offenkundig nicht bereit, unabhängiges Monitoring in seinen Produktionsstätten zuzulassen, nicht einmal als Pilotprojekt in El Salvador.

Einige Zeit hatte alles so ausgesehen, als würde der deutsche Riese der Sportbekleidungsindustrie einlenken und im Rahmen eines Pilotprojektes in El Salvador das Monitoring, also die Überprüfung der Produktionsstätten, durch eine unabhängige Institution zulassen.

"Liebe Kollegen ..."

Seit Anfang März verhandelte ein Team der deutschen Clean Clothes-Kampagne intensiv mit David Husselbee, dem Direktor für soziale und Umweltangelegenheiten von Adidas. "Lieber Thomas und Kollegen", wandte sich Mr. Husselbee in freundschaftlich-vertrautem Ton an seine Gesprächspartner in der Kampagne – es schien, als wäre der Honey Moon ausgebrochen und würde sich die Konzernleitung voll mit den Prinzipien der Kampagne identifzieren.

Für die zweite Aprilwoche wurde eine gemeinsame Reise nach El Salvador angesetzt, um an Ort und Stelle die letzten Modalitäten des Pilotprojektes zu besprechen.

Zur Erinnerung: Im August 1998 war im deutschen Fernsehen ein Bericht über die miserablen Arbeitsbedingungen im Adidas-Zulieferer Formosa in einer Freihandelszone in El Salvador zu sehen: Unterdrückung der Gewerkschaftsfreiheit, erzwungene Überstunden, Schwangerschaftstests usw. Das Thema wurde daraufhin auch von großen Printmedien aufgenommen. Adidas geriet in die Defensive.

Im Juni 1999 beauftragte der Konzern die US-amerikanische Betriebsprüfungsfirma Verité mit dem Monitoring der Arbeitsbedingungen in der Firma Formosa (wir berichteten darüber in unserem letzten Rundbrief). Der Verité-Bericht bestätigte zum Großteil die gegen den Adidas-Lieferanten erhobenen Vorwürfe.

Ein weiterer Bericht Anfang dieses Jahres kam zu ähnlichen Ergebnissen.

Pilotprojekt mit Zukunft: eine vertane Chance

In einem regen Briefwechsel und bei persönlichen Treffen zwischen VertreterInnen der Kampagne und des Konzerns wurden verschiedene Entwürfe eines Vertrags über ein Monitoring-Pilotprojekt für El Salvador ausgearbeitet. Die Kampagne wollte die– von kirchlichen und universitären Organisationen getragenene – Agentur GMIES (Grupo de Monitoreo Independiente El Salvador) als Prüfungsinstanz, Adidas bestand weiterhin auf Verité. In einem weiteren Vertragsentwurf von Ende März erklärte sich David Husselbee schliesslich mit GMIES als Überprüfungseinrichtung einverstanden. Das Pilotprojekt von El Salvador sollte ausdrücklich zum Ziel haben, ein unabhängiges Monitoring aller direkten Adidas-Lieferanten vorzubereiten.

Doch der Knackpunkt lag in der Firma Formosa, die zu 50% für Adidas und 30% für Nike produziert.

Husselbee äußerte die Absicht, Formosa nicht in das Monitoring aufzunehmen, sondern sich vielmehr aus diesem Betrieb zurückzuziehen, da die Formosa-Leitung trotz mehrfachen Drängens von Adidas einige Mißstände, wie z.B. die Schwangerschaftstests, immer noch nicht abgestellt hatte. Die Kampagne sprach sich jedoch gegen einen Abbruch der Geschäftsbeziehungen zwischen Adidas und Formosa aus, was ja die Entlassung zahlreicher ArbeiterInnen zur Folge hätte, sondern forderte vom deutschen Konzern mehr Druck auf seinen Lieferanten.

Der Rückfall

Die große Ernüchterung erfolgte dann auf der Reise nach El Salvador. Es war offensichtlich die Absicht Mr. Husselbees, einen Keil zwischen GMIES und dem dreiköpfigen Team der deutschen Kampagne zu treiben, was aber nicht gelang. Die geplanten Arbeitsgespräche zwischen Kampagne, Konzern (David Husselbee, der Amerika-Repräsentant sowie der El Salvador-Vertreter von Adidas), GMIES und Adidas-Lieferanten kamen gar nicht zustande. Adidas wollte GMIES, die bereits seit Jahren erfolgreich für den US-Konzern GAP in El Salvador einen Textilbetrieb überprüft, mehrere Bedingungen für das Monitoring (u.a. eine Einschulung in Monitoring!), was diese Agentur jedoch ablehnte.

Die Bemühungen um eine zufriedenstellende Zusammenarbeit zwischen der Clean Clothes-Kampagne und Adidas sind nun einmal gescheitert. Die deutsche Kampagne will noch im Mai ihre zukünftige Position gegenüber Adidas festlegen. Fürs erste herrschen Enttäuschung und Ernüchterung ...

Auf jeden Fall gehen die Protestaktionen im Rahmen der Aktion "Fit for fair" weiter, die Adidas dazu bewegen sollen, sich seiner Verantwortung für die Produktionsbedingungen in ihren Zulieferfirmen zu stellen und den angekündigten Rückzug aus Formosa nicht zu realisieren.

Anfang Juni wird deutschlandweit ein Lauf auf die Adidas-Zentrale in Herzogenaurach durchgeführt.

In Österreich hat die Clean Clothes-Kampagne soeben eine neue, auch an Adidas gerichtete Postkartenaktion gestartet.

 

KÖNIGLICHE SYMPATHIE – UND EIN ÜBERBLICK ÜBER DIE WELTWEITEN CLEAN CLOTHES-INITIATIVEN ...

Königin Noor von Jordanien hat der europäischen Clean Clothes-Kampagne ihre volle Unterstützung und Mitarbeit angetragen. Wir veröffentlichen - leicht gekürzt - den

Antwortbrief der CCC-Koordinierungsstelle in Amsterdam, der auch einen guten Überblick über die weltweiten Bemühungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der

Textilindustrie gibt.

"Wir freuen uns sehr über die Gelegenheit, Ideen und Gedanken über eine Zusammenarbeit und über einen echten Fortschritt in der Verbesserung der Lebensbedingungen von TextilarbeiterInnen weltweit auszutauschen. Im Folgenden möchte ich beschreiben, wie die verschiedenen Kampagnen miteinander verbunden sind, und erste Überlegungen unsererseits über Möglichkeiten einer Mitarbeit anstellen.

In Europa arbeiten wir unter dem Dachverband der Clean Clothes Campaign zusammen. VertreterInnen verschiedener nationaler Kampagnen treffen sich drei Mal jährlich, und das Internationale Sekretariat in Amsterdam übt eine Koordinierungsfunktion für diese Organisationen aus.

In den Vereinigten Staaten ist einer unserer Hauptpartner eine Koalition, die unter dem Namen "Sweatshop Watch" agiert, zusammen mit den "Students against Sweatshops". In Kanada ist die Initiative "Labour behind the Label" sehr ähnlich wie die unsere, in Australien die "Fair Wear"-Kampagne.

Neben den Kampagnen-Netzwerken in den KonsumenInnenländern gibt es Netzwerke von Gewerkschaften, gewerkschaftsähnlichen NGOs und Menschenrechtsorganisationen in den Produzentenländern. Wir haben zahlreiche Kontakte zu verschiedenen Organisationen vor allem in Asien und Zentralamerika. Wir arbeiten mit ihnen in konkreten Fällen zusammen, wenn Arbeitsrechte verletzt werden, und wir führen gemeinsame Projekte durch, zum Beispiel zur Fortbildung von ArbeiterInnen in Sachen Verhaltenskodex oder Überprüfungsbedingungen in den Betrieben. Wir haben einen Musterkodex ausgearbeitet, der von der internationalen Gewerkschaftsbewegung, den nationalen Clean Clothes-Kampagnen und verschiedenen Netzwerken in Asien unterstützt wird. Die Standards dieses Kodex sind mittlerweile weitgehend akzeptiert (aber nicht so - zumindest noch nicht - unsere Vorstellungen einer unabhängigen Überprüfung und Kontrolle).

Das Netzwerk ist seit nunmehr etwa einem Jahrzehnt aktiv. Es gibt keine zentrale Leitung oder Organisation; die nationalen Initiativen arbeiten auf Basis ihrer Gemeinsamkeiten zusammen. Dieser ‘bottom-up’Ansatz hat seine Vorteile, denn dadurch können die Organisationen rasch aktiv werden und handeln, ohne darauf zu warten, bis alle anderen Initiativen zustimmen."

Das CCC-Koordinierungsbüro teilt der Königin von Jordanien weiters einige Ideen für eine mögliche Zusammenarbeit mit: im Rahmen von UN-Institutionen, Beteiligung bei ‘Urgent Actions’, Unterstützung des persönlichen Informationsaustausches (Besuche) zwischen der europäischen Kampagne und Betrieben und Organisationen in den Produzentenländern.

Wir freuen uns über die neue Mitarbeiterin!

 

 

A K T I O N S – B E R I C H T

"Stoff - Wechsel"

Ein Projekt einer Lehranstalt für künstlerische Gestaltung in Linz zur Clean Clothes-Thematik

Die "Höhere Bundeslehranstalt (HBLA) für künstlerische Gestaltung" in der oberösterreichischen Landeshauptstadt ist eine österreichweite einmalige Einrichtung mit dem Schwerpunkt Gestaltung und Ausstattung, darunter auch Textilgestaltung.

Doch um die Problematik der weltweiten Textilproduktion ganzheitlich erfassen zu können, ist es auch notwendig, die Hintergründe und wirtschaftlichen Zusammenhänge dieser Branche zu kennen, dachten sich einige Lehrerinnen dieser Schule - und entwickelten zusammen mit der Regionalstelle Linz der Südwind Agentur eine "Werkstätte für junge KünstlerInnen".

Vier Klassen der HBLA beteiligten sich an diesem von Prof. Gabriele Atteneder koordinierten Projekt. Dabei ging es einmal um die Bewusstseinsbildung der SchülerInnen und LehrerInnen über die sozialen und ökologischen Probleme in der Textilproduktion, um ein Hinterfragen des eigenen Kaufverhaltens sowie um ein Motivieren von Textilbetrieben für die Ziele der Kampagne und um ein Ausfindigmachen von Bezugsquellen für sozial und ökologisch gerecht produzierte Kleidung - zweifellos das schwierigste Unterfangen des ganzen Projekts.

In einem zweiten Teil wurden ökologisch hergestellte T-Shirts mit Motiven zum Clean Clothes-Thema bedruckt und dann auf einem Flohmarkt verkauft. Aus dem Erlös - an die 13.000 Schilling - wurde eine nicaraguanische Frauenorganisation unterstützt, die sich für die Einhaltung und Verbesserung der Arbeitsrechte in den Weltmarktfabriken ihres Landes einsetzt.

Am 29. Februar wurde das Projekt im Festsaal des Neuen Rathauses in Linz einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Rahmen des Projektes wurde die oberösterreichische Leinenweberei Viehböck in Helfenberg besucht und bei der Schlussveranstaltung für ihr hohes Maß an ökologisch und sozial gerechter Textilproduktion geehrt.

 


A K T I O N S – T I P P
Beteiligung an Urgent Actions per E-mail

Über die Koordinierungsstelle der Clean Clothes- Kampagne in Amsterdam erhalten wir immer wieder Aufrufe zu Protestaktionen bei gravierenden Verletzungen von Arbeitsrechten in der internationalen Textilindustrie. Die einfachste, schnellste und kostengünstigste Möglichkeit zur Beteiligung an diesen "Urgent Actions" ist, wenn wir Ihnen den entsprechenden Briefvorschlag und Informationen per E-mail zukommen lassen. Wir sind dabei, eine Liste von Personen aufzustellen, die sich an solchen Aktionen beteiligen.

Senden Sie uns Ihre Adresse an

<fsoli@magnet.at> mit dem Hinweis "Beteiligung an

Urgent Actions", und wir setzen Sie auf den Verteiler.

Danke fürs Mittun.

 


*** URGENT ACTION *** URGENT ACTION ***

ARBEITSKONFLIKT BEI ‘TRIUMPH’ IN SÜDASIEN
Bei einer Betriebsstätte des Unterwäsche-Spezialisten Triumph-International auf den Philippinen schwelt seit über vier Monaten ein Konflikt. Die
Unternehmensleitung hat alle GewerkschaftsführerInnen entlassen.

Bitte kopieren Sie den Protestrief und senden oder faxen Sie ihn an die angegebene Adresse.

Hintergrund:

Das renommierte, in Deutschland und der Schweiz ansässige Unternehmen Triumph-International hat auf den Philippinen und in Thailand an die 1600 - meist weibliche - Beschäftigte.

Das auf Unterwäsche spezialisierte Unternehmen entstand 1886 als Korsett-Hersteller in Süddeutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg

Triumph zum führenden Produzenten für Unterwäsche und Bademode Europas und errichtete Tochterfirmen in ganz Westeuropa, ab 1960 auch in Asien und mit Beginn der 70er Jahre schliesslich auch in Lateinamerika.

Im vergangenen Jahr kamen die Kollektivvertragsgespräche zwischen Triumph-Philippinen und der Gewerkschaft BPMTI zu einem toten Punkt. Die Gewerkschaftsführung verlangte eine Lohnerhöhung von 180 Pesos (etwa öS 70,-) am Tag, ging aber später mit ihrer Forderung auf 140 und schliesslich auf 100 Pesos herunter. Die Firmenleitung blieb jedoch starr bei ihrem Angebot von 45 Pesos (ca. öS 18,-). Die Gewerkschaft entschied sich daher für einen Streik.

Das Unternehmen argumentiert, dass "das Lohnniveau auf den Philippinen einen Punkt erreicht hat, bei dem es ziemlich schwierig ist, mit dem umliegenden asiatischen und selbst mit einigen europäischen Ländern zu konkurrieren". Die Gewerkschaft verweist jedoch auf die Gewinne des Unternehmens, die selbst während der asiatischen Krise 1997 und 1998 angehalten haben.

Es stimmt, dass die philippinischen Löhne nominell beträchtlich über denen der anderen Länder der Region liegen, doch müssen die hohen Lebenshaltungskosten berücksichtigt werden. Diese liegen nach offiziellen Angaben bei 484 Pesos am Tag (ca. öS 165,-), während der Tageslohn der Triumph-ArbeiterInnen 309 Pesos beträgt.

Am 22. Februar d.J. übernahm das philippinische Ministerium für Arbeit und Beschäftigung offiziell die Rechtsprechung in dem Arbeitskonflikt und wies die ArbeiterInnen an, den Streik zu beenden und zur Arbeit zurückzukehren.

Zwei Tage später liess das Unternehmen den Streik gewaltsam, unter Einsatz von Wasserwerfern und Holzknüppeln, beenden. An die 100 GewerkschaftsaktivistInnen wurden verletzt, acht von ihnen festgenommen und mehrerer Vergehen angeklagt. Im März kehrten die Beschäftigten wieder an ihren Arbeitsplatz zurück. Die Firmenleitung sprach jedoch über alle 21 Mitglieder der Gewerkschaftsführung eine "präventive Aufhebung des Dienstverhältnisses" aus, was de facto einer Entlassung gleichkommt.

Die BPMTI befürchtet nun, dass durch das erzwungene Fernbleiben ihrer Führung vom Arbeitsplatz sich die Gewerkschaft auflösen könnte, und ersucht um internationale Unterstützung zur Lösung des Arbeitskonflikts.

Bitte benachrichtigen Sie uns, wenn Sie eine Antwort von der Firmenleitung erhalten - per Post oder E-mail <suedwind.red@magnet.at> oder Fax 01/405 55 19.

 



Abkommen zwischen Migros und der Clean Clothes-Kampagne

Der Schweizer Konzern schliesst sich "inhaltlich und ideell" demKampagnen-Kodex an: ein wichtiger Erfolg und ein Modellbeispiel.

Im vergangenen September haben die Schweizer Supermarkt-Kette Migros, die auch Textilien vertreibt, und die Schweizer Clean Clothes-Kampagne - in der u.a. die NGOs Brot für alle, Erklärung von Bern und Fastenopfer mitarbeiten - eine Vereinbarung getroffen, in der es u.a. heisst:

"Der Migros-Genossenschafts-Bund erlässt einen Verhaltenskodex mit Implementierungs- und Kontrollgrundsätzen, der inhaltlich und ideell dem Referenzkodex der Clean Clothes Campaign entspricht. Die in diesem Verhaltenskodex festgelegten Rechte stellen hinsichtlich der Produktionsbedingungen von Kleidern und Schuhen das akzeptable Minimum dar. Der Migros-Genossenschafts-Bund anerkennt die Notwendigkeit einer unabhängigen Kontrolle, in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften sowie den Arbeiterinnen und Arbeitern in den Betrieben."

In dieser einleitenden Feststellung sind bereits die wesentlichen Punkte formuliert: Unterzeichnung des Kodex und Zulassung einer unabhängigen Kontrolle. Migros will in einer ersten Phase, bis zum Sommer 2000, die in den Umsetzungsbestimmungen des Verhaltenskodex definierten Punkte bei seinen 540 Lieferanten und Subunternehmern durchsetzen. 250 haben den Kodex bereits unterzeichnet. Hauptprobleme bei der Umsetzung des Kodex werden in Indien und China besonders die Arbeitszeiten sein, in China zusätzlich die Gewerkschaftsrechte.

Parallel dazu arbeiten Migros und die Kampagne ein System einer unabhängigen Überprüfung aus, das dann in der zweiten Phase, d.h. ab Sommer 2000, eingesetzt werden kann.

Bewegung in der Schweiz

Auf Grund der Aktivitäten der Schweizer Kampagne - u.a. Postkartenaktionen an verschiedene Unternehmen - haben sich einige Firmen direkt mit der Kampagne in Verbindung gesetzt.

Mabrouc befasst sich gerade mit der Übernahme eines vollständigen Kodex und seiner Umsetzung. Ein Entwurf des Kodex wurde an alle Lieferanten verschickt. Der indische Hauptpartner hat den Kodex akzeptiert, unterschrieben und für die Fabriken auf Tamilisch übersetzen lassen. Auch die ArbeitnehmerInnenvertretung hat den Kodex akzeptiert.

Veillon anerkennt die Notwendigkeit, sich für soziale Anliegen einzusetzen, hat aber noch keinen vollständigen Kodex übernommen. Das Unternehmen befürchtet, dass vor allem der Aspekt Gewerkschaftsrechte einer der delikaten Punkte des Kodex sei und zu negativen Reaktionen der Lieferanten führen werde.